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Ukraine auf dem Weg in die EU, emotionale Momente und eine Überraschung

Münster, 17. Juni 2025
Markus Lewe, Oberbürgermeister Münster, Serhiy Morhunov, Bürgermeister Winnyzja und Krzysztof Stanowski, Stellvertretender Stadtpräsident Lublin auf dem Podium

Markus Lewe (Oberbürgermeister in Münster), Serhiy Morhunov (Bürgermeister in Winnyzja) und Krzysztof Stanowski (stellvertretender Stadtpräsident in Lublin) berichten aus ihrer Dreieckspartnerschaft.

„Es geht bei all dem auch um die Frage, wie Europa existieren kann, denn das ist ein Angriff auf Europa. Europa ist eine Errungenschaft mehrerer Generationen und ich bin dankbar in einem geeinten Europa der Vielfalt leben zu dürfen. Dazu gehört auch die Ukraine und ich hoffe, dass wir in der Triangelbeziehung europäische Feste feiern können auf dem Weg der Ukraine hin zur Europäischen Union.“ (Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster)

Foto: Patrick Schulte

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan zugeschaltet auf einem Screen. Auf dem Podium Vertreter*innen aus Deutschland und der Ukraine.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan bekennt sich im Podiumsgespräch „Der Weg der Ukraine in die EU“ klar zur Ukraine und ihrem Widerstand gegen die russische Aggression. Und sie spricht ein klares Bekenntnis zum Engagement der kommunalen Partnerschaften aus.

„Der Dreiklang von Resilienz, Wiederaufbau und Reform in den verschiedenen Handlungsfeldern ist richtig und wir werden dabei die nötige Flexibilität erhalten, um bei Bedarf auch kurzfristig reagieren zu können. Und ich denke, all das trägt auch dazu bei, dass der Weg der Ukraine in die Europäische Union gut beschritten werden kann.“ (Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Foto: Patrick Schulte

Oleksij Rjabykin, Stellvertretender Minister für die Entwicklung der Gemeinden und Territorien der Ukraine, auf einem Screen zugeschaltet.

Oleksij Rjabykin, stellvertretender Minister für die Entwicklung der Gemeinden und Territorien der Ukraine, ist aus der Ukraine zugeschaltet. Er zeigt Bilder von den Zerstörungen der vergangenen Nacht, aber auch Bilder vom Wiederaufbau.

„Verzeihen Sie meine emotionale Rede, aber es ist sehr schwer ruhig zu bleiben, wenn jeden Tag Menschen sterben und Häuser zerstört werden. Bleiben Sie an unserer Seite. Helfen Sie uns auf unserem Weg. Schaffen Sie neue Partnerschaften, denn wir sind genauso Europäer wie Sie.“ (Oleksij Rjabykin, stellvertretender Minister für die Entwicklung der Gemeinden und Territorien der Ukraine)

Foto: Patrick Schulte

Ein Mann spricht in das Mikrofon des Moderators und wird dabei gefilmt.

Viel Raum gab es auch für Stimmen aus dem Publikum. Die Kommunalvertreter*innen gaben Einblicke in ihre Partnerschaften und ließen damit so manches Thema des Podiums konkret werden.

Foto: Patrick Schulte

Zwei Frauen im Gespräch. Ein Kameramann filmt die Szene.

Im Forum der Halle Münsterland ist der Markt der Möglichkeiten aufgebaut. Moderatorin Katja Theiss spricht mit Linda Mai von der NGO Blau-Gelbes Kreuz e.V. über die großen Chancen einer engen Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Kommunen. Für ihr Engagement wurde Linda Mai vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem "Goldenen Herzen" ausgezeichnet.

„Es sind so viele Menschen hier mit einem großen Herz, die dabei helfen, dass die Ukraine diesem Angriff widersteht. (…) Wenn ich sehe, wie die Menschen sich hier begegnen, dann sehe ich Freundschaft, Partnerschaft. Es ist, wie wenn eine Familie zusammenkommt.“ (Linda Mai, Blau-Gelbes Kreuz Deutsch-Ukrainischer Verein e.V.)

Foto: Patrick Schulte

Zahlreiche Teilnehmer*innen im Foyer der Halle Münsterland. Intensive Gespräche.

Die Teilnehmer*innen nutzen die Pausen und den Markt der Möglichkeiten für Kontakte, Austausch und die weitere Abstimmung ihrer Zusammenarbeit.

Foto: Patrick Schulte

Blick ins Publikum. Besorgte Gesichter.

Foto: Patrick Schulte

Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, im Gespräch mit dem Moderator. Daneben Vitalij Bjelobrov, Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Cherson, und Constanze Neher aus dem BMZ

Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, im Gespräch mit Moderator Jo Töpfer. Gemeinsam mit Vitalij Bjelobrov, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Cherson, und Constanze Neher aus dem BMZ diskutieren sie kommunale Herausforderungen nach drei Jahren Angriffskrieg.

„Die lokale Ebene ist die entscheidende Ebene. Wir wollen Bedenken für eine Zusammenarbeit ausräumen und den Kommunen zeigen, dass Partnerschaftsarbeit gar nicht so kompliziert ist, dass die Erwartungshaltung gar nicht Millionen sind. Es geht um ganz praktische Unterstützung, vor allem auch im Hinblick auf die Anforderungen für die Integration in die EU.“
Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft

Foto: Patrick Schulte

Blick von hinten auf eine Teilnehmergruppe im Arbeitsformat.

In mehreren Arbeitsformaten diskutieren die Teilnehmer*innen weiter. Es geht um Energieversorgung, Partnerschaften zwischen kommunalen Unternehmen, Bevölkerungsschutz, Gesundheitsversorgung und die Kooperation mit der Zivilgesellschaft. Ein paralleles Online-Forum bindet auch Interessierte ein, die nicht nach Münster kommen konnten.

Foto: Patrick Schulte

Foto: Patrick Schulte

Zwei Männer unterzeichnen ein Dokument. Ein Kameramann filmt die Szene.

Überraschend besiegeln die Bürgermeister der deutschen Stadt Helsa und der ukrainischen Gemeinde Murovane am Abend des zweiten Konferenztags mit einer Partnerschaftserklärung ihre Zusammenarbeit.

Foto: Patrick Schulte

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan zugeschaltet auf einem Screen. Auf dem Podium Vertreter*innen aus Deutschland und der Ukraine.

„Hätte die Ukraine vor 2014 bereits 1.000 Partnerschaften mit deutschen Kommunen gehabt, gäbe es heute keinen Krieg“ (Bohdan Svystun, Bürgermeister der Kommune Murovane)

Foto: Patrick Schulte