Die Agenda 2030 und ihre 17 Nachhaltigkeitsziele sind globale Leitlinien, die sich auch an die lokale Ebene richten. Städte, Gemeinden und Landkreise orientieren ihr Planen und Handeln zunehmend an den Prinzipien der Nachhaltigkeit, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die Resilienz zu stärken und ein lebenswertes Umfeld für ihre Bürger*innen zu schaffen. Das Projekt „Global Nachhaltige Kommune Mecklenburg-Vorpommern“ unterstützt Kommunen bei dieser Aufgabe.
Der Fokus des Projektes liegt auf der Entwicklung von kommunalen Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit von Kommunalverwaltung, Kommunalpolitik und anderen relevanten Akteur*innen. So sollen die Prinzipien und Ziele der Agenda 2030 langfristig und strategisch in das kommunale Handeln integriert werden.
Im Frühsommer 2025 startete das Projekt in Mecklenburg-Vorpommern in die erste Runde. 2026 wird dieses weitergeführt.
Am Projekt nehmen fünf Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern teil:
- Gemeinde Lohmen
- Gemeinde Ummanz
- Hanse- und Universitätsstadt Rostock
- Hansestadt Wismar
- Stadt Strasburg (Um.)
Projektablauf
Die Grundlage für die Entwicklung einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie bilden SDG-Bestandsaufnahmen, die ab Juni 2025 erarbeitet werden. In den Projektkommunen werden vorhandene Konzepte, Projekte und Aktivitäten im Themenfeld der Nachhaltigen Entwicklung identifiziert und in Bezug zu den SDGs gesetzt. Die Kommunen erhalten somit einen Überblick, wie sie ihre Verantwortung für eine ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähige Gestaltung der Zukunft bereits wahrnehmen und weiter ausbauen können.
Anhand dieser Erkenntnisse wird dann bis Ende 2026 eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Maßnahmen entwickelt. Begleitet und unterstützt wird dieser Prozess in den Kommunen von regelmäßigen Steuerungsgruppensitzungen mit Akteur*innen aus der Verwaltung, Kommunalpolitik und weiteren relevanten lokalen Akteur*innen.
Projektbausteine
Individuelle Beratung
Die Projektkommunen werden bei der Erstellung der Bestandsaufahme und der Nachhaltigkeitsstrategie individuell beraten und unterstützt.
Bestandsaufnahme und Dokumentation
Mit der Bestandsaufnahme wird die Grundlage für die Entwicklung einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie geschaffen. Kommunen erarbeiten in diesem ersten Schritt eine Zusammenfassung ihrer bisherigen Aktivitäten und Initiativen. Diese gibt ihnen Orientierung, wie sie ihre Verantwortung für eine ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähige Gestaltung der Zukunft wahrnehmen und weiter ausbauen können.
Aufbauend auf den vorhandenen Aktivitäten wird eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Maßnahmen entwickelt.
Netzwerktreffen
Durch regelmäßige Netzwerktreffen soll der interkommunale Austausch und das Voneinander-Lernen der Projektkommunen sichergestellt werden. Die Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, die Vorgehensweisen der einzelnen Kommunen zu vergleichen und von unterschiedlichen Methoden und guten Beispielen zu lernen.
Strategieentwicklung
Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie mit SDG-Handlungsprogrammen
- Anknüpfen an bisherige Strategien
- Entwicklung von Zielen und Maßnahmen zu ausgewählten Handlungsfeldern insbesondere zur globalen Verantwortung
- Dauerhafte Verankerung der SDGs
Begleitung von Kernteam- und Steuerungsgruppensitzungen
- Kernteam: Das Kernteam stellt ein verwaltungsinternes Arbeitsgremium dar und setzt sich aus Personen aus unterschiedlichen Fachämtern zusammen
- Steuerungsgruppe: Die Steuerungsgruppe fördert die gezielte Einbindung von Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die die Entwicklung des Handlungsprogramms begleiten.
Das Projekt Global Nachhaltige Kommune Mecklenburg-Vorpommern ist ein Projekt der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global (EG) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Wichtige Partner im Projekt sind das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald sowie das Eine-Welt-Landesnetzwerk e.V. Im Rahmen eines Stakeholderbeirats stehen sie dem Prozess Mecklenburg-Vorpommern begleitend zur Seite.