Josepha Brugger: Durch das von 2002 bis 2023 vom BMZ unterstützte und der GIZ umgesetzte „Städtenetz Südkaukasus“ erweiterten sich die Möglichkeiten der Zusammenarbeit sehr. Vor allem der Austausch von Fachwissen zwischen den teilnehmenden Kommunen aus Deutschland und der Kaukasusregion eröffnete einen neuen, spezialisierten Wissenstransfer etwa zu Abfall, Umwelt und Kindergärten. Das Netzwerk, dem unter anderem auch Saarbrücken durch die Partnerschaft mit Tbilissi oder Rostock mit Batumi angehörten, war für uns sehr wertvoll und sein Ende hat uns sehr, sehr weh getan.
Was wünschen Sie sich für die Partnerschaft zwischen Biberach und Telavi?
Josepha Brugger: Ich hoffe, dass sich die maßgebliche Politik Georgiens wieder Richtung Europa orientiert. Dann könnten wieder mehr gemeinsame Projekte durchgeführt werden und es würde den Austausch vereinfachen. Zudem würde ich mir wünschen, dass die deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise, die Partnerschaften mit Kommunen in der Kaukasusregion haben, sich wieder stärker austauschen. Die Tipps, die sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig geben können, etwa zur Durchführung von Projekten zum Abfallmanagement oder zur frühkindlichen Bildung, sind so wertvoll. Dafür ist es wichtig, eine Rahmenorganisation zu haben – wie früher das Städtenetz Südlaukasus und heute in Teilen das Netzwerk der SKEW für kommunale Partnerschaften mit Ost- und Südosteuropa.