Die meisten der gemeinsamen Aktivitäten von Darnyzja und Friedrichshain-Kreuzberg zielen darauf, junge Menschen zu schützen, zu unterstützen und zu stärken. Dieser Fokus ist vor allem dem Charakter und der Bevölkerungsstruktur Darnyzjas geschuldet. Viele junge Familien leben hier. Insgesamt 174 kommunale und private Bildungseinrichtungen (Stand Juni 2026) bieten verschiedene Bildungsdienstleistungen für über 64.000 Kinder und Jugendliche an.
Die Partnerschaft packt an unterschiedlichen Stellen an – im Detail nachzulesen am Ende dieses Beitrags. Ein großes Projekt hat die Ausstattung von Schutzräumen in Schulen, Bibliotheken und Kitas verbessert, die es kriegsbedingt überall gibt. Dabei geht es um mehr als den Schutz von Leben und darum, den Kriegsalltag für Kinder und Jugendliche sowie für ihre erwachsenen Betreuer*innen erträglicher zu machen. In den ausgestatteten Schutzräumen ist es möglich, Unterricht und Betreuung auch während der oft langen Aufenthaltszeiten fortzusetzen. Bei inzwischen über viereinhalb Jahren Krieg ist dieses Reduzieren von Ausfallzeiten wichtig. Es sichert Bildungsqualität und die Zukunft junger Ukrainer*innen und damit letztlich die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes. Gleiches gilt für ein Projekt zu einer autarkeren Energieversorgung von Schulen durch Solarstrom. Auch hier sollen Schulgebäude nutzbar gehalten und Bildung gesichert werden. Ergänzt werden diese groß angelegten Projekte durch Erholungsaufenthalte für ukrainische Jugendliche in Form von Jugendbegegnungen in Berlin.
Der Fokus Jugend hat aber auch noch eine zweite Dimension: Für Dr. Guido Rohmann geht es dabei auch darum, junge Menschen für die Partnerschaftsarbeit im Allgemeinen zu gewinnen.