Ziel der Projektpartnerschaft war es, durch Maßnahmen der kommunalen Mobilitätsplanung die Lebensqualität im urbanen Raum zu verbessern. In Oujda standen dabei mehrere Aspekte im Fokus: stark frequentierte Stadtbereiche zu entlasten, die Verkehrssicherheit für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmende zu erhöhen und die Barrierefreiheit sowie den Radverkehr stärker in der Stadtplanung zu berücksichtigen.
Der wichtigste Baustein der Zusammenarbeit war die fachliche Begleitung bestehender kommunaler Planungen. Der Landkreis Böblingen brachte dabei langjährige Erfahrungen aus der Verkehrs- und Radwegeplanung ein. Diese Erfahrungen halfen, bestehende Ansätze aus Oujda kritisch zu prüfen, verschiedene Handlungsoptionen gegeneinander abzuwägen und typische Planungsfehler frühzeitig zu vermeiden – etwa bei der Führung von Verkehrsströmen, der Gestaltung von Kreuzungen oder der Sicherheit von Fußgänger*innen, Radfahrenden und Menschen mit Behinderungen. Bei Fachgesprächen, Workshops und Vor-Ort-Besuchen standen mehrere Vorhaben auf der Agenda: den Bau einer Umgehungsstraße zu planen, Begegnungszonen einzurichten und erste Konzepte für eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu entwickeln.