Die Erfahrung hat gezeigt, dass auch – oder manchmal gerade – der bunteste Mix an Kommunen herausragende Früchte trägt. Die einladende Kommune sollten also keine Scheu haben, mehrere oder gar alle ihr verbundenen Kommunen zusammenzubringen. Indem (Partner)Kommunen aus aller Welt an einen Tisch gebracht werden, finden unterschiedliche Perspektiven auf kommunale Nachhaltigkeit aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden zueinander. Für die meisten ist dies einen direkter Austausch auf lokaler Ebene, der nicht an der Tagesordnung ist.
Die Rahmenbedingungen der dann versammelten Kommunen sind sicherlich vielfältig oder bisweilen auch divergent. Dennoch sind die unterschiedlichen Blickwinkel auf die Nachhaltigkeitsziele in aller Regel bereichernd. Zudem ist die Erfahrung, dass Kommunen und Menschen weltweit am gleichen Ziel Nachhaltigkeit arbeiten, eine starke Motivation.
Münster hat in seiner SDG-Partnerschaftskonferenz 2024 seine Partnerstädte aus der Ukraine und Ghana ebenso wie aus Großbritannien, den Niederlanden und Norwegen eingeladen. Inhaltlich setzten die Kommunen bewusst auf übergeordnete Themen zur Agenda 2030, für die die lokalen Kontexte eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Regensburg lud 2023 Partnerstädte aus Ungarn, Tschechien, Frankreich und den USA sowie aus der Ukraine, China und Uganda ein. Seit 2019 gehört Regensburg zudem dem Internationalen Netzwerk der Michelin-Städte (INMC) an, so dass Vertreter*innen aus den Mitgliedsstädten Valladolid und Vitoria-Gasteiz (beide Spanien) sowie Memphrémagog (Kanada) auf eigene Kosten an der Konferenz teilnahmen.