Fair produzierte und gehandelte Produkte sind in immer mehr deutschen Rathäusern, Landratsämtern und kommunalen Einrichtungen zu finden. Kommunen beschaffen beispielsweise fairen Kaffee für Besprechungen, faire Dienstkleidung für die Mitarbeiter*innen des Bauhofs oder faire Sportbälle für die städtischen Turnhallen. Sie setzen sich damit für die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Lieferketten ein und werden ihrer Verantwortung zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) gerecht.
Die konsequente Umsetzung einer fairen Beschaffung oder die kommunale Unterstützung des fairen Handels wird dabei oftmals als herausfordernd empfunden. Eine systematische Umsetzung kann nur erfolgen, wenn das Themenfeld in der kommunalen Verwaltung verankert ist. Das bedeutet, dass es in die entsprechenden Verwaltungsstrukturen im Bereich der Beschaffung integriert wird und die Mitarbeiter*innen der Verwaltung für dieses Thema sensibilisiert und entsprechend geschult werden.
Die Entwicklung einer Strategie kann dazu beitragen, das kommunale Engagement zu strukturieren und nachhaltig zu verankern. Gleichzeitig ermöglicht diese eine aktive Einbindung der Mitarbeiter*innen in den Prozess. Dafür sollten die zentralen Akteur*innen zunächst konkrete Ziele formulieren, auf deren Grundlage anschließend entsprechende Maßnahmen entwickelt werden können. Eine ausgearbeitete Strategie schafft Realitätsnähe bei der Umsetzung, bietet Orientierung und bildet die Grundlage für die Organisation einzelner Schritte.
Unsere Broschüre „Faire kommunale Beschaffung – Einstieg, Strategie, Methoden“ unterstützt Sie dabei – indem sie den Strategieentwicklungsprozess beschreibt und Beispiele für mögliche Zielsysteme und Strategien liefert.