Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sowie rechtspopulistische Desinformationen schwächen ein Politikfeld, das für die Agenda 2030 von zentraler Bedeutung ist. Die EZ gilt zunehmend als verzichtbar, obwohl globale Krisen wie Klimawandel, Armut und Migration eine intensivere internationale Kooperation erfordern. Fachjournalist Burkhard Vielhaber bezieht daher Stellung in der Diskussion über die Zukunft der deutschen EZ. Mit der Agenda 2030 als Kompass wirbt er dafür, alle Handlungsfelder wie Gesundheit, Ernährung, Verkehr, Umwelt, Wohnen, Sicherheit, Bildung, Daseinsfürsorge, Wirtschaft, Forschung etc. im Sinne einer „Weltinnenpolitik“ neu zu bewerten. Die Entwicklungspolitik kann hier als Impulsgeberin für die internationale Zusammenarbeit wirken, zu der uns die globale Klimaerwärmung zunehmend zwingen wird. Kommunale Partnerschaften, wie etwa in der Ukraine, zeigen, wie praktische Zusammenarbeit Resilienz stärkt. Notwendig sind langfristige Kooperationen, eine klare Klimafokussierung sowie eine stärkere Vermittlung internationaler Zusammenarbeit an die breite Bevölkerung. Nur so lassen sich die globalen Nachhaltigkeitsziele wirksam umsetzen.
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