„Der Club ist über die Jahre professioneller geworden und es gibt immer mehr Förderinstrumente, die uns Kommunen bei unserem Engagement im Sinne der Agenda 2030 unterstützen“, sagt Verena Schwarte aus der nordrhein-westfälischen Bundesstadt Bonn, die bereits seit dem ersten Club-Treffen dabei ist. „Aktuell sehe ich, dass sich die Rahmenbedingungen außerhalb des Clubs leider verschlechtern: Die kommunalen Finanzen werden knapper, der politische Rückenwind lässt mancherorts spürbar nach. Nach Jahren, in denen es stetig bergauf ging, wird es jetzt deutlich schwieriger, für nachhaltige Entwicklung aktiv zu sein.“
Was Schwarte beschreibt, klingt auch bei der Jubiläumsveranstaltung im Frankfurter Römer immer wieder an: Sowohl in den Grußworten und Beiträgen von Kommunen, den Spitzenverbänden und der Bundesebene, in interaktiven Formaten wie dem Agenda 2030-Café und den Fachforen, in Podiumsgesprächen als auch beim informellen Gespräch während dem Mittagessen. Die Zeiten sind härter geworden. Mehr Krisen, weniger Ressourcen, politischer Gegenwind, Populismus, internationale Spannungen und Konflikte. Und doch zeigt sich hier beim 10. Vernetzungstreffen des Clubs der Agenda 2030-Kommunen, dass Gemeinden, Städte und Landkreise gerade dann den Austausch suchen – und dass dieses Netzwerk ihnen dafür einen geschützten Rahmen bietet.
Haushaltsengpässe, Personalmangel und politische Gegenstimmen bremsen zwar, verhindern aber nicht, dass kreative Lösungen entstehen. Und für alle Kommunen, die bereits in Sachen Agenda 2030 aktiv sind, die Musterresolution jedoch noch nicht gezeichnet haben, gilt: Die Unterzeichnung der Musterresolution kann gerade dann hilfreich sein, wenn Entwicklungen vor Ort ins Stocken geraten. Sie kann neue Energie freisetzen, Aufmerksamkeit schaffen und weitere Unterstützer*innen für die Umsetzung der Agenda 2030 mobilisieren.