Hauptnavigation

Politische Wechsel überstehen – Strategien der Partnerschaften zwischen Ghana und NRW

Bonn, 20. Januar 2026

Impressionen vom Netzwerktreffen in Accra

Ein Gruppenbild der Teilnehmer, die aufgereiht stehen und fröhlich in die Kamera lächeln. Viele halten eine Ghana oder Nordrhein-Westfalen-Flagge und schwenken sie stolz.

Neun ghanaische Kommunen und zwei kommunale Institutionen nutzen die Chance zum Austausch. Bereits die Erwartungsabfrage zu Beginn machte das Potenzial klar: mehr regionale Kooperation – gemeinsame Lösungen lokale Probleme – Inspiration durch die Partnerschaftsarbeit der anderen.

Foto: Daniel Peprah

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Wand und und befestigen grüne Kartei Karten.

Zunächst blicken die Kommune auf ihre eigene Partnerschaftsarbeit: Welche Themen stehen im Mittelpunkt? Was läuft besonders gut? Wo liegen die Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe?

Foto: Daniel Peprah

Ein Mann spricht in ein Mikrofon und gestikuliert dabei mit der anderen Hand. Um ihn herum stehen weitere Personen, die zur Gruppe der präsentierenden Personen gehören. Im linken Hintergrund sind Karteikarten an einer Wand zu sehen.

Beim anschließenden Gallery Walk erhielten die Teilnehmer*innen Einblick in die Partnerschaftsarbeit der anderen Kommunen und erste Schnittstellen und Synergiepotenzial wurde sichtbar.

Foto: Daniel Peprah

Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem Tisch, während ein Mann und eine Frau vor dem Tisch stehen und die Hände vor sich halten. Alle lachen, und die Stimmung ist ausgelassen. Auf dem Tisch liegen die Flaggen von Ghana und Nordrhein-Westfalen, und im Hintergrund ist ein Rednerpult mit einer PowerPoint-Präsentation zu sehen, auf der „Network Meeting Ghana“ steht.

Prominent diskutiert wurden die Themen Geschlechtergerechtigkeit sowie die Stärkung von Frauen. Die Kommunen berichteten dabei auch von einzelnen Projekten, z.B. einem Programm zur Unterstützung frauengeführter Unternehmen in Kumasi, in dem es Verbindungen zur Partnerstadt Dortmund gibt, von einem Fonds zur sozialen Absicherung von Witwen, von berufsfördernenden Maßnahmen wie dem Bau einer Räucherhütte für Fischhändlerinnen oder auch einem Handwerksprojekt zur Unterstützung von Personen mit Behinderung. Wichtig sei in allen Projekten die Stärkung von Selbstkompetenzen sowie langfristiges Mentoring.

Foto: Daniel Peprah

Die Teilnehmer stehen in einem großen Kreis im Veranstaltungsaal zusammen. Einige haben den Kopf gesenkt und die Arme vor den Körpern verschränkt, während andere in die Luft blicken. Die Atmosphäre wirkt konzentriert und nachdenklich.

Zu Beginn des zweiten Tages zogen die Teilnehmer*innen Zwischenbilanz. Demnach hatte das Netzwerktreffen bis dato bereits ein Bewusstsein für Einzelthemen (wie z.B. die Resozialisierung von Sträflingen) geschaffen, überraschende Erkenntnisse zu Tage gebracht (z.B. dass die Recyclinganlage in Nsawam aktuell von importiertem Müll abhängt und Chancen für lokales Recycling bislang ungenutzt bleiben) und gezeigt, dass Partnerschaftsarbeit kreatives Denken jenseits der Verwaltungsroutine anregt.

Foto: Daniel Peprah

Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Tisch und unterhalten sich. Im Hintergrund ist ein weiterer Mann zu sehen, der Karteikarten an der Wand anbringt.

Pausengespräche gehören oft zu den wichtigsten „Programmpunkten“ von Netzwerktreffen. Der informelle Austausch stärkt die Beziehungen auch auf persönlicher Ebene und fördert vertieften fachlichen Austausch.

Foto: Daniel Peprah

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch. Der Mann spricht und hält dabei die Hand erhoben. Im Vordergrund verschwommen zwei weitere Personen, die zuhören.

Am Ende des Netzwerktreffens lenkte sich der Fokus wieder auf die eigene Partnerschaftsarbeit. Je nach Stand der Partnerschaft ging es dabei um die gemeinsamen Ziele im Allgemeinen, konkrete Projekte und auch um Maßnahmen zur Stärkung der Partnerschaft.

Foto: Daniel Peprah

Weitere Highlights aus dem Jahr 2025

Netzwerktreffen der nordrhein-westfälischen Akteur*innen in Düsseldorf
Fachaustauschreisen
Subsahara-Afrika-Konferenz in Gießen

Impressionen aus dem Jahr 2025

Ein Gruppenbild im Grünen, bei dem alle Teilnehmer aufgereiht stehen und in die Kamera lachen. Links und rechts halten jeweils zwei Personen eine Flagge von Ghana und Nordrhein-Westfalen.

Vertreter*innen aus fünf nordrhein-westfälischen Kommunen und von zwei zivilgesellschaftlichen Dachverbänden reisten zum jährlichen Netzwerktreffen nach Düsseldorf.

Foto: Florian Kamp

Fünf Personen stehen um einen Tisch. Ein Mann erklärt etwas, während die anderen aufmerksam zuhören. Im Hintergrund sitzt eine Frau am Tisch und folgt dem Gespräch..

Erkenntnisse gab es viele, vor allem zum Gelingen von Partnerschaftsarbeit: Die zeitlichen Kapazitäten der Partner in NRW und Ghana dürfen nicht überbeansprucht werden. Die Kontakte von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sind eine wichtige Ressource – insbesondere in den Anfängen einer Partnerschaft. Persönliche Begegnung helfen, Mitarbeiter*innen für die Partnerschaftsarbeit zu gewinnen. Und: Umsetzungserfolge sind wichtig.

Foto: Florian Kamp

Eine Gruppe an Menschen sitz an einem Tisch. Auf dem Tisch liegt ein Flipchart. Ein Mann redet, dabei sind seine Hände ausgestreckt. Auf dem Tisch stehen eine Ghana und eine NRW-Flagge.

Gesprochen wurde auch über Projektideen und das Gelingen von Projekten: Bei Investitionen zum Beispiel müssen die Folgeinvestitionen stärker mitbedacht werden. Außerdem liegt noch viel unausgeschöpftes Potenzial im fachlichen Austausch von Auszubildenden von Kommunen (z.B. über Erasmus+ oder „Ausbildung weltweit“).

Foto: Florian Kamp

Eine Frau hält ein Buch in der Hand, mit dem Titel „Das Märchen von der Augenhöhe: Macht und Solidarität in Nord-Süd-Partnerschaften“. Zu sehen ist nur ihre Hand und Schulter.

In Partnerschaften mit Kommunen im Globalen Süden braucht es Sensibilität für Ungleichheiten – auch beim Netzwerktreffen in Düsseldorf ein Thema.

Foto: Florian Kamp

Zwei Frauen stehen vor einer Trennwand und befestigen ein Flipchart.

Einige der Partnerschaften haben gute Erfahrungen mit Aktionsplänen gemacht: Sie helfen, Erwartungen klar zu formulieren, nächste Schritte festzulegen und allgemein die Partnerschaft transparent zu halten – vor allem auch für neue Personen im Amt. Wichtig sei aber vor allem die gemeinsame Umsetzung der Pläne, so die Teilnehmer*innen in Düsseldorf. Strategiearbeit sollte nicht davon abhalten, „ins Tun zu kommen“.

Foto: Florian Kamp

Bonn - Cape Coast: Die Delegation aus Cape Coast wird bei der Fachaustauschreise im ... 2025 im Bonner Rathaus begrüßt.

Foto: Bundesstaat Bonn

Eine der Exkursionen führte zu den Stadtwerken Bonn.

Foto: Bundesstaat Bonn

Zurück