Mit Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Schilff, Bürgermeister der Stadt Dortmund und Gero Böhmer, Direktor und Technischer Unternehmensberater beim Dortmunder Pumpenhersteller WILO SE als Redner wurde die Werkstatt bereits prominent eröffnet.
Eine stärkere Einbindung der Wirtschaft in die Entwicklungszusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen für Partnerländer wie auch für Deutschland selbst sei ein wichtiges Ziel, so Johann Saathoff in seinem Eingangsstatement. „Wir müssen jetzt im engen Dialog klären, was noch zu tun ist, um auch speziell in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit die richtigen Weichen dafür zu stellen“. Er sei nicht gekommen, um Rede und Antwort zu stehen, sondern um Fragen mitzunehmen und zu verstehen, betonte Saathoff. Über 900 Partnerschaften zwischen Kommunen in Deutschland und in Ländern des Globalen Südens böten enorme Entwicklungspotenziale – und nun ginge es darum, diese auch mit der lokalen Wirtschaft besser auszuschöpfen, so Saathoff weiter. Größte Synergien für eine Zusammenarbeit sehe er in den Sektoren Energie und Wasser.
„Wasser ist für uns ein Nachhaltigkeitsthema“, bestätigte auch Gero Böhmer. „Natürlich müssen wir als Unternehmen auch Gewinne erwirtschaften, aber wir möchten etwas bewirken, mit dem was wir tun.“ Die als Familienunternehmen 1872 gegründete WILO SE ist inzwischen mit ca. 10.000 Mitarbeitenden in 80 Ländern global aufgestellt. „Wasser ist unsere wertvollste Ressource“, so der Direktor des Unternehmens. Es sei daher besonders wichtig – auch im Hinblick auf Dürre- und Starkregenereignisse – einen intelligenten, gemeinsamen Umgang mit dieser Ressource zu finden. Kooperationen würden in Zeiten dynamischer Veränderungen immer wichtiger.